Ein vielversprechendes Urteil bringt reichlich Sprengstoff. Am 11. November 2020, hebt das Berufungsgericht Lissabon einen Quarantänebescheid auf. Die Behörden hatten 4 Personen unter Quarantäne gestellt und damit indirekt als „ernste Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung“ dargestellt. Dabei dient diese Haft, formal korrekt als „häusliche Quarantäne“ bezeichnet, nicht dem Wohl oder der Gesundung der eingesperrten Personen, sondern dem Schutz der Bevölkerung. Diese 4 Menschen werden demnach bezichtigt, ein Killervirus zu verbreiten und damit eine ernsthafte Gefährdung für die Bevölkerung darzustellen.

Die Urteilsbegründung hat es in sich. Die portugiesischen Richter stellen klar, dass nur ein Arzt dazu befugt ist, einen Menschen als krank und gesundheitsgefährdend zu erklären. Nur ein Arzt, der ein mehrjähriges Studium absolviert hat, kann und darf solch eine Diagnose treffen. Die Richter stellen klar, dass kein Gericht und keine Behörde das Recht haben, eine ärztliche Fachdiagnose zu stellen. Dies sei auch nicht für Regierungsbehörden oder Gesundheitsämter zulässig.

Maschinen dürfen nicht über Quarantäne entscheiden

Zusammengefasst darf kein Mensch per Festlegung oder Gesetz für krank erklärt werden, schon gar nicht als gesundheitsgefährdend für andere. Das Gericht bringt es dann auf den Punkt:

Niemand darf automatisiert, auf Grundlage eines Massenlabortests, als Gefahr bezeichnet werden.

Im konkreten Fall wurde bei einer dieser 4 Personen ein positiver PCR-Test als Grundlage genommen, eine Quarantäne zu verhängen. Ohne weiteren Nachweis wurden 3 weitere Personen zur Kontaktperson 1. Grades erklärt und damit ebenfalls weggesperrt.

Das Gericht hat nun geurteilt und die maschinell befohlene Quarantäne aufgehoben.

PCR-Test kann nicht zweifelsfrei das SARS-CoV-2 Virus nachweisen

Diese sachlich richtige Schlussfolgerung ist aber nur ein Teil des Urteils. Dieses geht nun weiter und dürfte die Grundlage für künftige Grundsatzentscheidungen sein. Denn nun wird sicherlich eine heftige Diskussion in Gang gesetzt werden.

Das Gericht beruft sich in der Begründung auf verschiedene Studienergebnisse und Fachmeinungen. Demnach sei der PCR-Test nicht geeignet, um einen zweifelsfreien Rückschluss auf das Coronavirus SARS-CoV-2 zuzulassen. Dafür werden mehrere Gründe aufgeführt, denn das Urteil ist immerhin 34 Seiten lang. Allerdings sind zwei Punkte davon extrem wichtig.

Zu viele Zyklen und zu viele Fehler als Grundlage für die Quarantäne

In der Studie von Jaafar und Aherfi, kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass eine Zykluszahl von 25 nur noch eine 70%-ige Zuverlässigkeit ergibt. Noch extremer wird das Ergebnis bei 30 Zyklen, denn nun ist das Resultat nur noch zu 20% brauchbar. Ab 35 Zyklen, liegt die Wahrscheinlichkeit für eine verbindliche Aussage nur noch bei 3%.

Im Umkehrschluss zieht das Gericht das Fazit, dass ein falsches, aber dennoch positives Ergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit von 97% ermittelt wird. Das sind die sogenannten „falsch positiven Corona-Tests“.

Das ist eine krasse Sache!

Selbst das Robert Koch-Institut (RKI) bestätigt, dass bei mehr als 30 Zyklen kein Virus mehr nachgewiesen werden kann, welches vermehrungsfähig sei. Damit besteht auch keinerlei Gefährdung für die Bevölkerung.

Ein Großteil der Test sollen aber bis zu 45 Zyklen durchlaufen. Heftig!

Gericht hebt Quarantänebescheid wegen unzuverlässigen Tests auf

Eine fundierte Aussage über die Zuverlässigkeit der Testergebnisse, hängt also von der Anzahl der verwendeten Zyklen ab. Diese muss ein PCR-Test durchlaufen, um einen sicheren Nachweis über die Infektiosität des Menschen treffen zu können. Damit ein Test bewertet werden kann, ist es also notwendig, dass die Anzahl der durchlaufenen Zyklen bekannt ist. Das Gericht in Lissabon, welches den Quarantänebescheid aufgehoben hat, kommt nach eingehenden Recherchen zu dem Schluss, dass der Ct-Wert, also die Anzahl der Zyklen, der in Portugal eingesetzten Tests, unbekannt sei.

Es ist ziemlich schwierig, ohne eine ausreichende Beweiskraft, einen Menschen hinter portugiesische Gardienen zu bringen. Auch wenn diese in der Wohnung selbst ausgesucht wurden.

Weitere Wissenschaftler sehen die Grundlage für Quarantäne skeptisch

Der PCR-Test wurde nicht nur in Portugal als Rechtfertigung so drastischer Maßnahmen, wie eine häusliche Quarantäne benutzt. Weltweit wird ein positives Ergebnis als Grundlage jeglicher Maßnahmen verwendet. Dabei sehen auch führende Persönlichkeiten, wie Mike Yeadon, die Aussagekraft des PCR-Tests kritisch. Der langjährige Vizepräsident des Pharmariesen Pfizer ist aber nicht irgendwer.

Auch der ehemalige Leiter des Institutes für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Sucharit Bhakdi, sieht den pauschalten Einsatz des PCR-Tests kritisch.

Prof. Bhakdi legt schon längere Zeit öffentlich dar, dass ein automatisiertes Verfahren nicht geeignet ist, um eine Krankheit, oder eine Gefährdung zu unterstellen. Nur ein Arzt kann und darf eine medizinische Diagnose stellen. Nichts Anderes hat nun das Berufungsgericht in Lissabon bestätigt.

Auch wenn sich die Richtiger, welche den Quarantänebescheid aufheben, nicht explizit auf die Äußerungen des emeritierten Facharztes für Infektionsepidemiologie beziehen, wird eines deutlich:

Die lang als verschwörungstheoretische Behauptungen abgestempelten Worte der hochrangigen Wissenschaftler, dienen plötzlich als Grundlage einer richterlichen Entscheidung.

Interessanterweise entzog das Finanzamt Passau dem Verein „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.“ den Zweck der Gemeinnützigkeit. Diesem Verein gehören unter anderem Professor Bhakdi und Dr. Wolfgang Wodarg an.

Auch deutsche Gerichte lehnen Pauschale Quarantäne ab

Die Portugiesen regen durch die Zweifel an dem PCR-Test zu einer grundsätzlichen Frage an: Ist die weltweite Corona-Politik sinnvoll und begründet? Wie kann es sein, dass ein einziger, unzuverlässiger Test die Ursache dafür ist, eine ganze Welt in Angst und Schrecken zu versetzten?

In den vergangenen Monaten hoben auch deutsche Gerichte einige Verbote auf. Nun, passend zum Thema, stellt das Oberverwaltungsgericht in Münster, die Sinnhaftigkeit einer pauschalen Quarantäne für Reiserückkehrer in Frage.

Liebe Richter: Cool! Hier mehr darüber…

Fazit zum Urteil

Der PCR-Test, welcher als Grundlage für einen Quarantänebescheid genutzt wird, ist nicht nur die Wurzel für die häusliche Absonderung. Auch weitere Probleme, wie Lockdown, Geisterhotels und häusliche Gewalttaten zählen zu den Begleiterscheinungen der Schutzmaßnahmen. Die tatsächliche Gefahr, die durch ein positives Testergebnis suggeriert wird, wurde nie durch konkrete Diagnosen belegt.

Führende Wissenschaftler kritisieren das, allerdings verschwinden diese Aussagen meist still und leise in den Weiten des Internets. Selbst der Stanford-Professor John P.A. Ioannidis findet nur hin und wieder einmal Erwähnung.

Ein rechtskräftiges Urteil eines europäischen Berufungsgerichtes, dürfte nun aber der Glaubwürdigkeit dieser Menschen einen deutlichen Schub verleihen. Immerhin gehen die Richtiger inhaltlich konform.

Es ist davon auszugehen, dass sich rasch eine Klagewelle in Gang setzen wird. In Zukunft ist damit zu rechnen, dass sich weitere Gerichte an die Entscheidung aus Lissabon anlehnen. Der Anstoß zum Nachdenken, wurde auf jeden Fall gestartet.

Wer hat den Mut und möchte die lissabonner Richter als „theoretische Verschwörer“ oder „Corona-Leugner“ bezeichnen? Das Urteil jedenfalls war alles andere als Theorie und wurde sehr praktisch gefällt. Corona wurde auch nicht weggelogen. Es wurde lediglich das Werkzeug in Frage gestellt, auf dessen Grundlage tief einschneidende Eingriffe vollzogen werden…

Das Urteil kann hier in Originalsprache angeschaut werden

Ebenfalls im November, wurde am Berliner Landgericht die erste PCR-Klage eingereicht.

Pfui, die einzige Grundlage der Maßnahmen in Frage zu stellen! RKI-Cheffe hat ganz klar gesagt: „Nie hinterfragen!“ Aber das ist doch die Aufforderung etwas zu hinterfragen, denn wenn man es tut, kommen genau solche Urteile dabei raus.

Banner Girokonto 970x250