Mit dem Beginn der Corona-Pandemie nahmen die Online-Bestellungen drastisch zu. Zahlreiche Pakete, Päckchen und Tüten aus Plastik werden durch verschiedene Kurierdienste ausgeliefert. DHL, DPD, Hermes und UPS sind nur einigen davon. Die fleißigen Menschen haben enorm viel zu bewältigen. Es lohnt sich mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen und einmal zu beobachten, was die Angestellten so schleppen. Tagein und Tagaus, Treppauf-und Treppab.

Bis 2020 war es unmoralisch im Internet zu bestellen, denn das zerstöre den regionalen Einzelhandel und schade der Umwelt. Auch damals war es schon viel, was durch die Lieferdienste bewegt wurde. Nachdem die Bundesregierung dieses unmoralische Bestellen zum politisch einzig möglichen Weg erklärt hatte, wurde der Einzelhandel zur Gefahr des Landes erklärt und der klimaschädliche Onlinehandel als Goldstandard deklariert. Die Folge war viel mehr Plastik und viel mehr Pappe. Die Pakete werden in Plastiktüten eingepackt und mit Füllmaterial aus Kunststoff ausgekleidet. Manchmal wird ein klitzekleiner Gegenstand in einer riesigen Schachtel verschickt, weil es logistisch einfacher sei.

Was ist aber, wenn man ein geliefertes Päckchen/ Paket weiter oder zurückschicken möchte? Eigentlich sollte das ein ganz einfacher Vorgang sein, denn es gibt ja diese automatisierten Paketstationen.

Mit Plastik den Automaten bedienen

Um eine Paketstation nutzen zu können, muss man erst angemeldet sein. Das stellt für ältere Bürger wie mich eine Hürde dar, die oft nicht einfach erscheint. Man kann nicht einfach hingehen, den entsprechenden Button (früher Knopf genannt) drücken und fertig. Vorher muss der QR-Code gescannt werden. Bei einer Rücksendung ist der Code bereits auf dem Rücksendeetikett, andererseits muss der Code über die Funktion „Online-Frankieren“ gekauft werden. Das geht alles über das Smartphone, denn mit der DHL-App ist das möglich. Bezahlt wird mit der Kreditkarte. App, Plastikgeld und Automat – schöne neue Welt!

Als ältere Mitbürgerin gehe ich lieber in die Filiale und übergebe mein Paket einem echten Menschen. Meist sind diese Filialen in den Supermarktketten platziert.

Mein Erlebnis am Postschalter

Ich gehe mit meinem Päckchen, welches in eine Folie aus Plastik eingeschweißt ist, zum Supermarkt. Ich hatte eine Lieferung erhalten, welche ich eigentlich an eine andere Adresse weiterschicken lassen wollte, da der Online-Händler keinen Unterscheid zwischen Rechnungsadresse und Lieferadresse anbot. So dachte ich: Das ist ja ganz einfach, sobald die Lieferung da ist, klebe ich einen neuen Aufkleber drauf und schicke das Paket gleich weiter. Also verwendete ich natürlich die gleiche Verpackung (eine stabile Umverpackung aus Plastik), adressierte das Päckchen mit dem Päckchenaufkleber von DHL und ging zum Schalter. Hier erfuhr ich, dass nur Ware angenommen werden dürfe, welche in Pappkartons verpackt sei. Wahrscheinlich gibt es bei DHL keine einheitlichen Vorgaben oder die Geschäftsleitung redet nicht mit den Mitarbeitern. Die Kommunikation ist ja auch schwierig, wenn man nur mit Automaten und Plastikgeld zu tun hat.

Bekommen habe ich also eine stabile Plastiktüte (viele kennen das sicher), aber verschicken durfte ich das nur in einem Karton! Ich ging also nach Hause, steckte das Paket mit Plastiktüte in einen Karton und füllte einen zusätzlichen Paketschein aus, den ich auf den Pappkarton klebte. Zwischenzeitlich ist mir klar, wieso die Mülltonnen für Plastik und Papier ständig überquellen!